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Nach engagierten Menschen muss man manchmal gar nicht suchen, sie melden sich einfach im Tierheim und kümmern sich selbst nach eigenen Kräften. Sie sich erkundigen nach der besten Vorgehensweise und ergreifen dann die Initiative. So wurde heute Vormittag eine Katze in der Agricolastraße erwischt, wie sie ein schwarzes Eichhörnchen wegschleppen wollte.
Frau R. konnte ihr das Tierchen abknöpfen. Nach einem Anruf bei uns, brachte sie es selbst zum Tierarzt, der das putzige Tierchen untersuchte. Zum Glück hatte das drei Wochen alte Tier bisher keinen Schaden genommen und wurde nur von der Katze im Maul umher geschleppt. Nachdem es keiner weiteren Behandlung bedurfte, wurde es erstmal in einem Handtuch warm gehalten. Das Eichhörnchen als Kobelbewohner sollte immer gut eingepackt sein.
Offensichtlich fehlte dem Jungtier nichts weiter, so dass es wieder in sein Nest gebracht werden konnte. Frau R. hatte schon einige Zeit das muntere Treiben beobachtet und wusste, dass der Kobel hoch oben in einer Birke steckte. Damit war es aber für unsere Leiter unerreichbar. Deshalb haben wir die Feuerwehr gebeten (natürlich nicht über die Notfallrufnummer), ob sie uns das Tier wieder in die 10 m hoch gelegene Nesthöhle bringen kann.
Nach einer kurzen Rücksprache rückte die Feuerwehr mit ihrem Leiterwagen an und brachte mich und einen Feuerwehrmann in die Baumkrone, die gut zu erreichen war. Die Suche nach dem Eingang gestaltete sich aber etwas mühselig, aber dann war eine Öffnung zu finden. Während das Jungtier wieder in die Höhle zurückgelegt wurde, hüfte das Muttertier aufgeregt von Ast zu Ast und ließ wilde Zischlaute von sich hören. Jedoch kam es nur bis auf einen Meter heran und war sichtlich aufgeregt. Da die Eltern ein heraus gefallenes Tier nicht selbst wieder ins Nest holen, können wir nur hoffen, dass wir dem Jungtier insoweit wieder geholfen haben, dass es wieder in seinem Nest ist und die Elterntiere sich wieder darum kümmern können.

Der Tierschutzverein möchte aber nochmals darauf verweisen, dass nicht jedem Wildtier so lückenlos geholfen werden kann. In jedem Fall stellt es einen Eingriff in die Natur da, indem nicht alle Wildtiere überleben können. Zusätzlich gehen auch frei lebende und freilaufende Katzen ihrem Jagdtrieb nach und können zusätzlich Bestände von kleinen Wildtieren dezimieren.

Bilder untere Reihe: Familie Dressler - Vielen Dank

Bookmark and Share # Tierheimblogger: 24.3.07 *
Kommentare:

Anonymous Anonym hat am 26.03.07 07:14 gesagt: #
Das Elterntier ist noch ca. 20min aufgeregt hin und her geflitzt, dann hat es am Nest was gerichtet und ist wieder hinein geschlüpft. Seitdem war nichts mehr zu sehen, wir werden aber weiter beobachten und hier schreiben, wenn sich was tut.
Fam. Dressler  

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