Nach langem Ringen wurde am 3. Dezember 2009 bei Bautzen eine Hundehaltung aufgelöst, die völlig außer Rand und Band geraten war - siehe Link zum Video. Die betreffende Halterin hatte einmal mit 5 Jack Russell Terrier begonnen, nun waren hier unter unwürdigen Bedingungen über 120 Hunde zusammen gepfercht und von einer kontrollierten Hundehaltung war kaum noch zu sprechen. Die Hunde lebten im Freien und waren sich eher selbst überlassen. Ob hier die Situation aus falsch verstandener Hundeliebe oder nur aus Geschäftemacherei ausartete, ist nicht mehr nachzuvollziehen, oder überhaupt in voller Gänze zu begreifen.
Nach mehreren Aufforderungen und Fristen der Behörden wurden nun über 100 Tiere beschlagnahmt und durch den Tierschutz eingefangen und in mehrere Tierheime der Region verteilt. Dabei wurde mehrfach die Arbeit durch die Besitzerin sabotiert, indem sie Transportboxen, Türen und Verschläge öffnete.
Dies artete insoweit aus, dass ein Entengatter geöffnet wurde und die Hundemeute sich über die Enten stürzten und eine zusätzliches Massaker verursachten. Die Einwände der Tierschützer wurden durch den zuständigen Amtstierarzt nur mit der Äußerung Sinn gemäß kommentiert: "Verluste wären bei so einer Aktion eben einzuplanen". Dieser Kommentar ist genauso nicht nachvollziehbar, wie die Entscheidung, dass 20! Hunde weiterhin bei der Besitzerin verbleiben dürfen. Hier kann man sich nur fragen, wenn schon mit 5 Hunde ein solches Chaos verursacht wurde, was passiert dann mit 20 Hunden. Hier kann man nur hoffen, dass diese Tiere wirklich kastriert werden und dies auch kontrolliert wird.
Leider konnten wir in unser Tierheim nur 4 Hunde aus Platzgründen aufnehmen. Aber bisher haben wir es gut geschafft, die Hunde daran zu gewöhnen, dass man im Haus sicher ist und Menschen auch gute Kuschelobjekte sein können. Leider hat aber ein Hund, wie der zutrauliche Boerge, ein schlechtes Schicksal erwischt. Seit Tagen liegt er apathisch bei unserer Tierärztin und ringt um sein zartes Hundeleben. Tägliche Infusionen helfen ihm momentan noch, aber Besserung ist zur Zeit nicht in Sicht. Er frisst und trinkt nichts, dafür macht er unter sich und sein Kot ist stinkend, blutig und lässt nichts gutes hoffen. Ob der Hundehimmel dem süßen Racker noch gnädig ist, kann man leider nicht sagen.
sz-online.de - Behörde rettet 120 Hunde aus Uhyster Hoffaktuell.de - Hundehof geräumtlausitznews.de - Video zu Räumung