Ausgerechnet im Darwin-Jahr 2009 ist der Lebensraum der
Darwinfrösche, auch sogenannter
Nasenfrösche, in Südchile stark bedroht. Der weltweit operierende norwegische Energiekonzern SN Power plant neue Wasserkraftwerke und Staudämme in der Region Los Rios, östlich von
Valdivia, zu bauen. Über den internationalen Handel mit Verschmutzungsrechten erhalten derartige Projekte viel Geld für die sogenannte Entwicklung sauberer Werke (Clean Development Mechanism) und sind dadurch für Investoren hoch lukrativ.
Die Kraftwerke sollen Energie für Erzhütten liefern, die im Norden von Chile gebaut werden. Derartige Projekte verursachen aber große Einschnitte in der Natur und würden den Lebensraum von vielen Tierarten schwer wiegend verändern. Der Urwald würde der Überflutung zum Opfer fallen, einmalige Ökosysteme würden für Straßen, Rohrleitungen und Tunnelsysteme zum Opfer fallen und Hochleitungstrassen würden hunderte Kilometer weit die Natur zerschneiden. Angrenzende Wasser und Bäche müssten umgeleitet und verlegt werden.
Landschaftsfoto Los Rios Chile | Nasenfrosch in Grün |