Seit 22.Oktober ist der Film
"Die Bucht - The Cove" in den deutschen Kinos zu sehen. Alljährlich im September werden die Delfine auf ihren Weg von japanischen Fischer abgefangen und mit Ohren betäubenden Lärm in die Bucht von Taiji getrieben. Dort werden die Delfine zusammen gefercht und den Delfinarien in aller Welt zum Stückpreis von 150.000 $ zum Kauf angeboten. Die verbleibenden Tiere werden aber nicht wieder freigelassen, sondern in eine Nebenbucht getrieben und in einem bestialischem Blutbad abgeschlachtet. Jedes Jahr werden so rund 22000 Delfine abgeschlachtet, die dann zum Stückpreis von 600 $ verkauft werden.
Hierbei beteuert Japan immer wieder, dass die Tiere ohne großes Leiden getötet werden. Der Film spricht aber eine andere deutliche Sprache. Der ehemalige Delfintrainer der TV-Serie Flipper, Richard O’Barry, hat nachdem er der Fernsehserie zu Weltruhm verholfen erkannt, wie Delfine zu Unrecht missbraucht werden und im Stile von "Oceans 11" das Abschlachten der Delfine dokumentiert. Seit nunmehr 30 Jahren kämpft O'Barry für Delfine und heuerte für diesen Zweck ein Team an, um das Morden in Taiji an das Licht der Öffentlichkeit zu bringen. Die Aufnahmen zeigen die brutale Wirklichkeit, wie die Delfine mit Lanzen einfach abgestochen werden und in dem Blut rot gefärbten Wasser einen qualvollen Tod sterben müssen, bis diese noch zappelnd in die kleinen Fischerboten verladen und abtransportiert werden.
Ein Grauen, das man sich als normaler Mensch nur so vorstellen kann, als würde man auf einer kleinen Koppel eine zusammen getriebene Herde Schweine wahllos mit der Spitzhacke töten wollen. Ein Gemetzel was man weder als humanes Verhalten noch als Art gerechtes Schlachten bezeichnen kann. Da der Film in den USA schon im Juli 2009 gezeigt wurde, konnte das Morden in Taiji im September 2009 gestoppt werden.
Weiterhin berichtet der Film über die Arbeitsweise des IWC und die politischen Ränkespiele, um das Delfinmassaker am Leben zu erhalten. Japan zeigt eindeutig, dass sie Delfine als Nahrungskonkurrenten betrachten und alles tun, damit das bestehende Verbot zum Fang von Walen und Delfinen weiterhin boykottiert und umgangen werden kann. Täglich findet anders bezeichnetes Delfinfleisch den Weg in die Theken japanischer Supermärkte. Ein Fleisch das mit Quecksilber hoch belastet ist, weil der Delfin, wie der Mensch am Ende einer langer Nahrungskette steht. Der Film zeigt eindeutig, das die vorgeschriebenen Werte für Fischfleisch und das zweitausendefache überschritten werden.
Ein Kampagne mit der man Delfinfleisch kostenlos für die Schulspeisung nutzen wollte, konnte durch ein paar Stadträte gestoppt werden, die natürlich Angst um ihre Kinder hatten. Aber es werden wahrscheinlich immer wieder neue Wege gefunden werden, um die Abschlachtung von Walen und Delfinen zu rechtfertigen. Leider Gottes gibt es keine nationale Tierschutzorganisation in Japan, die das Treiben Publik macht und die Machenschaften öffentlich anprangert.
takepart.com - Englische Kampagnenseite um etwas gegen das Delfinmorden zu tun thecovemovie.com - Offizielle englische Filmseite mit Trailer und weiteren Informationendeutschepresse.de - Pressemeldung - Delfinmord 2009 gestopptwdsf.eu - Informationen zum Wal und Delfinschutz