Zurück zur Auswahl
Rotwildgruppe | Rotwildgruppe |
Geschätzte 37 Rotwildtiere teilen sich eine Fläche von 60 Quadratkilometer in der Tharandter Region. Damit dürfte Sachsens schönster Wald einen Knacks bekommen haben, weil sich damit der Rotwildbestand auf „keinem hohen Niveau“ befindet. Nach einer aufwendig organisierten Fährtenzählung, an der 40 Forstarbeiter beteiligt waren, wurden 20 gefundene Rotwildfährten gezählt. Nach einer Modellrechnung wurde durch die Hegegemeinschaft die Bestandzahl von ca. 37 Tieren ermittelt. Der Grund dafür konnte ebenfalls mitgeliefert werden, zu hohe Abschusszahlen. Offenbar nimmt es damit die Gemeinschaft mit der Hegeverpflichtung nicht all zu ernst. Damit dürfte die Sichtung solcher Gruppen, wie sie auf den Bilder zu sehen sind, eher zu einem seltenen Naturschauspiel gehören.
In den nächsten drei Jahren sollen deshalb weniger Tiere abgeschossen werden, stellt die Hegegemeinschaft fest. Normaler Weise geht man davon aus, dass zwei Tiere auf 100 Hektar einen zulässigen Bestand darstellen, dies wären für die 60 Quadratkilometer immerhin 120 Tiere. Somit stellt sich die Frage, wieso konnte der Bestand auf rund ein Drittel eines gesunden Bestandes absinken? Da die Jagd ja nicht komplett ausgesetzt wird, muss man sich zusätzlich fragen, ob drei Jahre lang geringere Abschusszahlen ausreichen. Immerhin können in dieser Zeit nur 10 bis 20 Tiere pro Jahr geboren werden. Weiterhin nehmen Jungtiere erst nach 5 bis 6 Jahre das erste Mal an einer Brunft teil. Dies würde aber bedeuten, dass man mehrheitlich Jagd auf „Kinder“ macht und nicht auf fortpflanzungsfähige Tiere, die ihre Schuldigkeit gegenüber der Natur schon getan haben.
