Wiedermal hat es sich gezeigt, dass Unterschriftenaktionen Änderungen bewirken können. Die EU-Kommission verabschiedete eine Gesetzesinitiative mit dem Ziel die Produktion, den Handel und den Verkauf von Hunde- und Katzenfellen in Europa verbieten zu lassen. Beschlossen werden muss das Verbot nun noch vom EU-Parlament und vom Rat. Seit Ende der 90er Jahre hat der Deutsche Tierschutzbund ein solches Verbot gefordert, da nur so die importierte Tierqual beendet werden könne. Bereits 1998 belegten Recherchen, die der Deutsche Tierschutzbund mitinitiiert hatte, dass auch deutsche Firmen am internationalen Handel mit Hunde- und Katzenfellen beteiligt sind.
Bisher galten nur nationale Importverbote in Italien, Dänemark, Frankreich, Belgien und Griechenland. Der Deutsche Tierschutzbund hat die Bundesregierung mehrfach aufgefordert, ein nationales Importverbot für Hunde- und Katzenfelle in Deutschland zu implementieren. Diese schob die Verantwortung jedoch auf die EU ab.
In Asien werden jährlich zwei Millionen Hunde und Katzen nur wegen ihrer Felle und Häute getötet werden. Ein Großteil davon wurde bisher in die EU exportiert. Jedes Jahr wurden schätzungsweise bis zu 500.000 Katzen- und 100.000 Hundefelle aus asiatischen Ländern allein nach Deutschland importiert. Hier werden sie zu Rheumadecken, modischen Verzierungen, Applikationen oder Schlüsselanhängern verarbeitet. Hundefelle werden zu Handschuhen, Taschen-Innenfutter, Möbelbezug oder Kleidung weiterverarbeitet. Gefärbt, präpariert und ohne Kennzeichnung ist die Herkunft der Felle nicht erkennbar, so der Deutsche Tierschutzbund in Bonn.
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